Initiative-ChaCK

Chancen für alle Coerder Kinder

Positionen („Wahlprüfsteine“) der Coerder Kommunalpolitiker*innen zur Situation der Kinder in Coerde anlässlich der Kommunalwahl am 13.09.2020

1.     In Coerde leben die meisten Kinder innerhalb Münsters in Armut (SGB II) – über 1000. Seit über 10 Jahren ist dies so, obwohl es sehr viele „Maßnahmen gibt und die hier tätigen Pädagog*innen sehr engagierte Arbeit leisten.

Frage: Was müsste vor allem geschehen, um „Armut und Chancengleichheit besser in den Griff zu bekommen“? (Bezirksbürgermeister Igelbrink, WN v. 12.5.) Welche konkreten kurzfristigen Maßnahmen fordern Sie?

 

2.     Kinderarmut bedeutet auch häufig „Bildungsarmut“. Die ersten 1000 Tage sind die wichtigsten in der Entwicklung der Kinder. Die Eltern können oft nicht genug fördern. Kitaplätze (besonders U3-Plätze) gibt es viel zu wenig, auch wenn die Kita am Kiesekampweg fertig sein wird.

Fragen: Was müsste geschehen, dass Coerde mit vergleichbar genügend und guten Kitas ausgestattet wird wie in sozial besser gestellten Stadtteilen?

Was müsste konkret geschehen, um Kita-Kinder noch besser zu fördern?        

 

3.     Die schulische Situation in Coerde ist sehr nachteilig und geprägt von Grundschulen, die als die am „stärksten belasteten“ in ganz Münster bezeichnet werden. Die Hauptschule gilt allgemein nur noch als „Restschule“. Während im Durchschnitt in Münster 4,7% in die Hauptschule gehen, sind es in Coerde 30,4% der Schüler*innen; umgekehrt gehen in Coerde nur 24 % der Schüler*innen auf ein Gymnasium, in ganz Münster aber 55 %. Zudem wachsen in der Coerder Hauptschule die Risiken für Schulverweigerung (InSEK, S. 78 f).

Fragen: Wie kann für Kinder aus Coerde Chancengerechtigkeit in der Bildung hergestellt werden? Sollte die Schulstruktur verändert/verbessert werde? Welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen schlagen Sie konkret vor?

 

4.     Die Gesundheit der Coerder Kinder ist im Vergleich weit überdurchschnittlich schlechter: fast dreimal viel Kinder haben Adipositas als im Durchschnitt in MS. Bei der Zahngesundheit ist es ähnlich: nur 26 % der Grundschüler*innen haben gesunde Zähne, in ganz Münster sind es 53 %. Die Zahlen haben sich seit mehr als 10 Jahren nicht verbessert.

Das Gesundheitsamt hat schon viel unternommen, ohne dass sich etwas entscheidend geändert hat.

Frage: Was fordern Sie konkret an neuen Maßnahmen, um die Gesundheit der Kinder in Coerde nachhaltig zu verbessern?

Die folgenden Antworten sind jeweils nach der Nummerierung der Fragen sortiert und in der Reihenfolge der letzten Wahlergebnisse für Coerde geordnet. Vom FDP-Kreisverband erhielten wir keine Antwort. Die AFD haben wir nicht befragt.


Die Kandidat*innen der Parteien für den Rat

SPD: Thomas Marquardt

CDU: Jolanta Vogelberg

Die Grünen: Dirk Guddorf

Die Linke: Patricia Schinke

und

die Spitzenkandidat*innen für die BV-Nord:

SPD: Bibiane Benadio

CDU: Ulrich Tebbe

Die Grünen: Annette Kolbert

Die Linke: Alexej Igumensev


Frage 1:  „Was müsste vor allem geschehen, um „Armut und Chancengleichheit besser in den Griff zu bekommen“? Welche konkreten kurzfristigen Maßnahmen fordern Sie?


Antwort der SPD:

Wir fordern als SPD Coerde den schnellstmöglichen Neubau der Melanchthon-Grundschule, um so bessere Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Schüler und Schülerinnen zu schaffen. Die Grundschulen im Stadtteil müssen noch stärker als bisher den gewachsenen pädagogischen und sozialintegrativen Anforderungen gerecht werden, um allen Kindern gute und gleiche Bildungschancen zu gewähren. Nur über gleiche Bildungschancen kann Armut zielgerichtet bekämpft werden. Dabei müssen alle Coerder Schulen bestmöglich mit dem geplanten Stadtteilzentrum (Stadtteilbücherei mit Lernräumen, Elterncafé etc.) und Gesundheitszentrum mit seinen Beratungsstellen vernetzt sein, und es muss sichergestellt werden, dass alle Beteiligten möglichst optimal miteinander kooperieren.

Ein zweiter Aspekt ist: arme Kinder haben arme Eltern. Armut entsteht durch Arbeitslosigkeit. Daher kommt auf unsere Anregung hin ein Jobcenter ins künftige Stadtteilzentrum, das Eltern bei der Arbeitssuche persönliche Hilfestellung leisten soll. Beruflich zufriedene Eltern können ihren Kindern bessere Unterstützung bieten.

 

 

Frage 1: Was müsste vor allem geschehen, um „Armut und Chancengleichheit besser in den Griff zu bekommen“?

Welche konkreten kurzfristigen Maßnahmen fordern Sie?

 

Antwort der CDU:

Das Wichtigste vorab: Bekämpfung der Kinderarmut ist eine Gemeinschaftsaufgabe des Bundes, des Landes und der Kommune. Jeder, der als Kommunalpolitiker verspricht, die Armut als Kommunalpolitiker zu beseitigen, kann es nicht ernst meinen. Armut lässt sich nachhaltig nur im Zusammenspiel des Bundes, des Landes und der Kommune bekämpfen. Die Gesetze macht nicht die Kommune. Sie kann nur unterstützend wirken. Das Wichtigste dabei: die Berufstätigkeit der Eltern. Nur durch Verteilen von finanziellen Stützen hat noch niemand geschafft, Armut zu beseitigen und das ist auch keine echte und nachhaltige Armutsbekämpfung. Wenn es den Eltern gut geht, geht es den Kindern gut. Die Corona-Pandemie stellt uns vor neue Herausforderungen. Jeder Arbeitsplatz zählt. Daher ist es wichtig, dass genug offene Stellen auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sind. Alles, was Arbeit schafft, ist zu unterstützen. Wir wollen die Arbeitsmarktintegration aller Gruppen von Langzeitarbeitslosen unter Nutzung aller Arbeitsmarktinstrumente von Bund und Land forcieren und werden weitere Stärkung des sozialen Arbeitsmarktes auch durch die Stadt Münster beantragen.

 

Die CDU hat in den letzten Jahren jeweils 100.000 € für kommunal öffentlich geförderte Beschäftigung beschlossen. Dies möchten wir fortsetzen. Zudem haben wir das Kinderarmutsprogramm ausgebaut. Mit über einer Million EUR wird das Armutspräventionsprogramm jetzt finanziert. Auch das werden wir fortsetzen. Der Münster-Pass ist wichtiges Instrument für mehr Teilhabe und wird ausgebaut. Die zahlreichen freien Träger in Coerde werden wir mit kommunalen Mitteln weiterhin unterstützen, u.a. die Finanzierung der Stadtteilangebote der AWO Coerde gehört dazu. Diese Finanzierung muss dauerhaft fortgesetzt werden.

Chancengleichheit heißt auch Demokratieerfahrung, ein ganz wichtiger Aspekt für Kinder und Jugendlichen und deren Familien. Daher haben wir ein Projekt „demokratische Beteiligung“ ins Leben gerufen, von dem z.B. dieses Jahr der Verein Iriba e.V. profitiert. Das Projekt werden wir fortsetzen. Das sozial-integrative Bildungs- und Sportangebot für Kinder und Jugendliche, das Projekt Farid`s Qualifighting werden wir weiterhin unterstützen.

Wir haben einen Innovationsfonds von 60.000 € p.a. für neue Maßnahmen und Projekte beschlossen, um Kinderarmut zu bekämpfen. Daraus wird ganz konkret das gesunde gemeinsame Essen bei H.O.T. finanziert. Den Fonds werden wir fortsetzen und ihn aufstocken.

  

Frage 1: Was müsste vor allem geschehen, um „Armut und Chancengleichheit besser in den Griff zu bekommen“? Welche konkreten kurzfristigen Maßnahmen fordern Sie?

 

Antwort der Grünen

1. Ausbau der dringend erforderlichen Schulsozialarbeit an Grund- und Hauptschule, da hier die BUT (Bildung und Teilhabepaket)-Beratung angeboten wird und auch individuelle Hilfen vermittelt werden können.

2. Kostenloses Frühstück und Mittagessen (letzteres ist schon vorhanden) für bedürftige Kinder in Kitas und Schulen, kommunal finanziert mit Zuschüssen von Bund und Land

 

2. Einsatz auch auf kommunaler Ebene über unsere Bundestagsabgeordnete für einen Ausbau der Geldleistungen nach SGB II (Regelsatzerhöhung ist überfällig, Reduktion der Sanktionen, v.a. auch Einführung einer Kindergrundsicherung, die die Bundesgrünen auch im Programm beschlossen haben, Abschaffung des BUTs und gleichzeitige Erhöhung der Regelleistungen und einmaliger Bedarfe zwecks Abbaus der Antragsbürokratie und niedrigschwellige schnelle Erreichbarkeit der finanziellen Hilfen)

 

3. Ausbau der frühen Hilfen vor Ort, um besser und schneller präventiv eingreifen zu können

 

4. Förderung von unentgeltlichen Freizeitangeboten in Coerde (z.B. Spielhaus, Klettergerüst- oder –wand auf dem Hamannplatz, Halfpipe/Pumptrack (bereits überparteilich geplant auf eine Bürgeranregung hin), Erweiterung der kostenfreien Ferienangebote in Coerde : ist schon im integrierten Entwicklungskonzept vorgesehen, d.h. HOT Coerde erweitert Angebot um 2 Wochen, DRK-Jugendtreff biete erstmalig ab 2020 in 3 Ferienwochen Ganztagsferienbetreuung an, Projekte von Kindertheater von freischaffenden Künstlern (wie z.B. bald von Don Kidschote oder eben von der „Initiative - ChaCK“), die dann durch Mittel des Kulturamts gefördert werden, Theateraufführungen auch in Kita und Schule, wenn machbar (aufsuchende Kulturarbeit auch in Zusammenarbeit mit dem Kulturmittler im zukünftigen Stadtteilhaus).

 

5. Niedrigschwellige Angebote und stärkere Vernetzung von Schulen, Kitas und beratenden Institutionen im zukünftigen Stadtteilhaus und v.a. im Kinder- und Jugendgesundheitszentrum (Kulturmittler, Sprachförderung, Kinderarzt, Erziehungs- und Ernährungsberatung, KSD, Schulpsychologie, Hebamme): dadurch werden Synergieeffekte erzielt und durch eine zugehende Arbeit der Akteure im Stadtteil (frühe Hilfen, Kitas und Schulen, Kinder- und Jugendtreffs) auf die Institutionen im Stadtteilhaus auch die Niedrigschwelligkeit gewahrt bzw. vorhandene Hemmschwellen für sozial schwächere Familien abgebaut (geht zurück auf einen schwarz-grünen Antrag vom 4.2.2019, dem aber bereits ein grüner Antrag “Starke Menschen-starke Quartiere” aus 2016 vorausging).

 

6. Starker Ausbau der (auch aufsuchenden) Schuldner- und Mieterberatung mit Unterstützung durch die Stadtteilkümmerer bzw. Quartiersmanager, die ja auch bereits eingestiegen sind (auch auf grünen Ratsantrag aus 2016 zurückzuführen, s.o.) und eine Vernetzung von Angeboten und Trägern herbeiführen: das ist gerade in Coerde mit einer hohen Verschuldung vieler “armer” Privathaushalte notwendig, v.a. niedrigschwellig und kostenlos muss der Zugang sein, zudem sind viele Haushalte in den Hochhäusern von Schimmel und Sanierungsstau betroffen, bedingt durch die Immobilienhaie (meist spekulierende Investoren), die durch Mietminderungen und Klagen durch Mieterschutzvereine sowie Gespräche auch mit dem Amt für Wohnungswesen zur Sanierung gezwungen werden müssen (Bsp.siehe Kinderhaus-Brüningheide).

 

7. Daran anknüpfend Ausbau des sozialen Wohnungsbaus und Erwägung von Aufkauf von Immobilien von Investoren, um bezahlbare Wohnungen durch die städtische Wohn- und Stadtbau anzubieten

  

Frage 1: Was müsste vor allem geschehen, um „Armut und Chancengleichheit besser in den Griff zu bekommen“? Welche konkreten kurzfristigen Maßnahmen fordern Sie?

 

Antwort DIE LINKE:

Wir als LINKE betrachten die Situation von Kindern in Stadtteilen wie Coerde, Berg Fidel und Kinderhaus schon seit längerem mit Sorge. Ein großer Anteil an Kindern muss dort im SGBII-Bezug aufwachsen, was zu deutlichen Beeinträchtigungen der Chancen und Entwicklungs-möglichkeiten von Kindern führt. Das ist nicht nur für Münster beschämend, sondern auch insgesamt für eine Gesellschaft, die sich rühmt, allen gleiche Möglichkeiten zu bieten und offen sowie diskriminierungsfrei zu sein. Ökonomische, kulturelle und Bildungsarmut legen bei Kindern jedoch häufig schon früh den weiteren Lebensweg fest. Das darf nicht sein.

 

Zu den Fragen im Einzelnen:
Wir fordern auf Bundesebene grundsätzlich anstelle der viel zu niedrigen Regelsätze nach SGBII eine Mindestsicherung in Höhe von 1.200€. Dadurch würde sich die finanzielle Situation von Kindern aus Familien im SGBII-Bezug deutlich verbessern und eine Teilnahme am soziokulturellen gesellschaftlichen Leben, wie z.B. die Mitgliedschaft in Sportvereinen oder das Erlernen eines Musikinstruments würden erschwinglicher werden. Außerdem setzen wir uns für die sofortige Erhöhung des Mindestlohns auf 13€/h ein, um die Situation einkommensschwacher Haushalte und Familien zu verbessern und zu gewährleisten, dass Eltern Zeit für ihre Kinder haben, statt mehrere Jobs ausüben zu müssen.
Auf kommunaler Ebene hat DIE LINKE die Wiedereinführung des vormals abgeschafften Münster-Pass mit erstritten, der für Menschen im SGB II-Bezug eine Reihe von Vergünstigungen bietet, von denen auch Kinder profitieren. Wir setzen uns dafür ein, dass der Münster-Pass auch in Zukunft beibehalten wird und wollen sowohl den Kreis der Bezieher*innen als auch seine Leistungen ausbauen: nach Möglichkeit sollen alle, deren Einkommen unter der Pfändungs-freigrenze liegt, den Münster-Pass erhalten können. Außerdem wollen wir, dass
die Nutzung der Stadtbüchereien und der Schwimmbäder, Kurse an Musikschulen für Kinder und Jugendliche, Besuche des Theaters, sowie des Zoos für Inhaber*Innen des Münster-Passes vollständig kostenfrei werden.


Frage 2: Was müsste geschehen, dass Coerde mit vergleichbar genügend und guten Kitas ausgestattet wird wie in sozial besser gestellten Stadtteilen? Was müsste konkret geschehen, um Kita-Kinder noch besser zu fördern?  

 

Antwort der SPD

Wir bestehen im Neubaugebiet Kiesekampweg auf den Bau einer Kita mit 5 Gruppen. Darüber hinaus unterstützen wir einen Erweiterungsbau des DRK Kindergartens an der Meerwiese sowie den geplanten Anbau der Kita am Edelbach zusätzlich zu den bestehenden Pavillons. Diese Baumaßnahmen werden die Betreuungs- und frühkindliche Bildungssituation im Ortsteil stärken und verbessern. Alle Kitas müssen eng mit der Kinderarztpraxis und den Beratungsstellen (Familienhebammen, Kommunikations-mittlerinnen) im zu errichtenden Gesundheitszentrum für Kinder und Jugendliche zusammenarbeiten.

 

Frage 2 : Was müsste geschehen, dass Coerde mit vergleichbar genügend und guten Kitas ausgestattet wird wie in sozial besser gestellten Stadtteilen? Was müsste konkret geschehen, um Kita-Kinder noch besser zu fördern?

 

Antwort der CDU:

Die Kitas in Coerde sind gut ausgestattet mit qualifizierten Fachkräften, die eine tolle Arbeit leisten und sie sind allesamt Pluskitas, was bedeutet, dass sie mit der Landesfinanzierung besondere Schwerpunkte auf Sprache legen. Sprachförderung ist das Essentielle an der Frühbildung. Ohne Sprachkenntnisse keine wirkliche Teilhabe. Gleichzeitig sind alle unsere Kitas auch Familienzentren. In Familienzentren können noch gezielter und niedrigschwellig stadtteil- und bedarfsorientierte Beratungs- und Hilfsangebote mit den Schwerpunkten Prävention, frühkindliche Bildung und Förderung elterlicher Kompetenzen bereitgestellt werden. Angebote der frühen Hilfen sind der richtige Ansatz in Coerde. 150.000 €- jährlich fließen nach Coerde für die PlusKitas. Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese wertvolle Förderung bleibt.

 

Coerde braucht mehr U3 Kitaplätze. Für neue Kitas braucht es Grundstücke. In Coerde sind sie leider rar. Daher müssen als erstes die vorhandenen Kitas, wenn möglich, ausgebaut werden. Das sind die Edelbach-Kita oder die DRK-Kita an der Meerwiese: Auch die Kindertagesbetreuung ist insb. für U3 Kinder eine sehr wertvolle Alternative: kleine Gruppen, familiäre Atmosphäre und eine qualifizierte Betreuung sprechen für sich. Die CDU wird weiterhin die Tageseltern und Großtagespflege fördern. Wir haben die Tagespflege finanziell bessergestellt: 100 %- Finanzierung der Eingewöhnungszeit (1.025.000 € für 3 Jahre); und die Erhöhung des Satzes pro Stunde und Kind, was auf 4 Jahre 2,8 Mio. EUR an bereitgestellten Mitteln bedeutet.

Betriebskitas sind eine weitere Alternative, die ein guter Weg zur Vereinbarung von Familie und Beruf sind. Die CDU fördert die Betriebskitas und wird es in Kooperation mit dem Land weiterhin tun.

Die Teilnahme der Stadt Münster am Bundesprogramm „Bildung integriert“ zur Gestaltung des Übergangs von der Kita zur Grundschule wollen wir fortsetzen. Die CDU hat auch ein Kultur- und Sprachmittlerprojekt für Kitas beschlossen, den wollen wir ebenfalls fortführen. Unseres Wissens kommen die Sprachmittler in Coerde sehr gut an, wie wir neulich noch in Gesprächen erfahren haben.

 

 

Frage 2: Was müsste geschehen, dass Coerde mit vergleichbar genügend und guten Kitas ausgestattet wird wie in sozial besser gestellten Stadtteilen? Was müsste konkret geschehen, um Kita-Kinder noch besser zu fördern?

 

Antworten der GRÜNEN:

1. Ausbau der Kindertagesbetreuung (auch Großtagespflegestellen sind zu erwägen) , v.a. auch im U3-Bereich , wo die Versorgungsquote gerade mal bei 37,7 % liegt, die Kita Kiesekampweg müsste eigentlich noch ein oder 2 Gruppen aufstocken, auch eine neue Kita könnte auf dem o.g. BIMA-Gelände errichtet werden, wenn die Stadt in Kaufverhandlungen den Zuschlag dafür bekäme, Grüne BV Nord haben ja den Antrag auf Erweiterung der DRK-Kita Meerwiese um einen Neubau gestellt, was zurzeit seitens der Fachverwaltung geprüft wird, allerdings wäre hier eine Option, eine 2. Kita dann zu bauen (gleicher oder anderer Träger mit 4 Gruppen), wenn eine Erhöhung auf dann insgesamt 10 Gruppen in 2 Kitas nötig ist

 

2. Ausbau der Sprach- und Bewegungsförderung und gute Kooperation mit den Sprachtherapeuten und Kulturmittlern für Kinder mit Sprachentwicklungs- und Teilleistungsstörungen , aber auch für ausländische Kinder

 

3. Bessere Vernetzung der Kitas mit den Grundschulen, gerade im Übergang zwischen Kita und Schule, zwecks Erreichen von Synergieeffekten in der Betreuung durch ErzieherInnen in Kitas und OGTs und gute pädagogische Begleitung des Übergangs zwecks gelungener Integration in den Schulalltag, Wiedereinführung der sog. Vorschule (!)

 

4. Gute Vernetzung (Networking) zwischen Kitas und dem Gesundheitszentrum (Kinderarzt, Logopädie, Mototherapie, Psychologische Beratung) zwecks Ansprache der förderungsbedürftigen Kinder und schneller Diagnostik von

frühen Entwicklungsstörungen und Ermöglichung eines niedrigschwelligen Zugangs durch regelmäßige Sprechstunden o.g. Berufsgruppen in den Kitas (ganz wichtig, sonst steht Gesundheitszentrum neben den Kitas und es passiert keine wirkliche Zusammenarbeit)

 

5. Noch mehr kostenlose kulturelle Angebote in den Kitas durch Kulturschaffende aus Coerde, aber auch vom Theater (gute Projekte vom Kindertheater gibt es schon)

 

 

Frage 2: Was müsste geschehen, dass Coerde mit vergleichbar genügend und guten Kitas ausgestattet wird wie in sozial besser gestellten Stadtteilen?  Was müsste konkret geschehen, um Kita-Kinder noch besser zu fördern?

 

Antwort Die Linke:    

Wir fordern: Schaffung von jährlich 1.000 neuen wohnortnahen Kitaplätzen, insbesondere im U3- Bereich und zuvor­derst in den Stadtteilen mit der geringsten Versor­gungsquote, wie Nord, Süd-Ost und Mitte Kitabeiträge gehören landesweit abgeschafft; Übertarifliche Bezahlung von Erzieher*innen und Fachkräften sowie Weiterbildungsangebote; außerdem müssen Erzieher*innen entsprechend ihrer realen Tätigkeitsfelder (insbesondere in der Sprachförderung, Inklusion und Integration) eingruppiert und bezahlt werden. So wollen wir dieses Berufsfeld aufwerten und somit dem Mangel an Erzieher*innen begegnen; anstelle des aktuellen Kitanavigators ein transparen­tes Vergabeverfahren für Kitaplätze, das insbesondere den Wohnstandort beachtet; kostenlose und hochwertige Essensversorgung in der Kita; eine tägliche vegane und vegetarische Auswahl; religiöse Essensvorschriften und Lebensmittelunverträglichkeiten sollen Beachtung finden; verwendet werden sollen – soweit wie möglich – Lebensmittel aus ökologischem, regionalem und saisonalem Anbau; Aufbau eines Schul- und Kita-Gesundheitsdienstes, in dem Fachkräfte Kinder mit gesundheitlichen Problemen unterstützen; bei Entwicklungs-hindernissen oder -rückständen sollen die Eltern Beratungs- und Hilfestellungsangebote erhalten;Sprachfördermaßnahmen für Kinder mit Sprachdefiziten.Mehr heilpädagogische, inklusive Plätze für Kinder mit Förderbedarf; mehr Heilpädagog*innen und ein besseres Weiterbildungsprogramm; Überprüfung und ggf. Nachbesserung bei den Betreuungsschlüsseln, um eine ausreichende Betreuung sicherzustellen.


Frage 3: Wie kann für Kinder aus Coerde Chancengerechtigkeit in der Bildung hergestellt werden? Sollte die Schulstruktur verändert/ verbessert werde? Welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen schlagen Sie konkret vor?

 

Antwort der SPD:

Chancengerechtigkeit in der Bildung muss zunächst über die Kitas und die Schulen vor Ort sicher- gestellt werden. Dafür müssen die Bildungsangebote in Coerde weiter angepasst und so attraktiv wie möglich gestaltet werden. Uns ist wichtig, dass alle Coerder Kinder im Stadtteil ein attraktives Bildungsangebot vorfinden und zukünftig die Schulen im Stadtteil besuchen anstatt lange Anfahrten in Schulen der anderen Stadtteile in Kauf zu nehmen. Die Coerder Kinder sollen auch in Coerde zur Schule gehen!

 

3. Frage: Wie kann für Kinder aus Coerde Chancengerechtigkeit in der Bildung hergestellt werden? Sollte die Schulstruktur verändert/verbessert werde? Welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen schlagen Sie konkret vor?

 

Antwort der CDU:

Um die räumliche Situation zu verbessern, haben wir die Sanierung der Norbert-Grundschule und den Neubau der Melanchthonschule beschlossen. Die Coerder Kinder brauchen klare Strukturen und übersichtliche Schulen mit besten pädagogischen Konzepten im Zentrum, und keinen überdimensionierten Bildungscampus auf einer Wiese am Rande des Stadtteils. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Melanchthonschule genau nach diesem Prinzip neu gebaut wird. Im Übrigen diese Erkenntnis haben wir auch aus direkten Gesprächen mit pädagogischen Fachkräften gewonnen. Kleine Klassen mit vielen Differenzierungsräumen, wo Lerncluster möglich sind, wo die Kinder noch gezielter gefördert werden, gerne lernen und sich gerne aufhalten und sich nicht verloren fühlen. Daher haben wir auch beschlossen, die Klassengröße an der Melanchthonschule auf 22 zu begrenzen. Ebenfalls haben wir an der Schule den Trägerwechsel im OGS Bereich vollzogen, um die pädagogische Arbeit besser zu unterstützen.

Wir haben neue Qualitätsstandards für die OGS beschlossen, um mehr Qualität am Nachmittag an Schulen zu erreichen, und den Vormittag mit dem Nachmittag besser zu verzahnen. Wir erreichen die Schülerinnen und Schüler am besten in den Schulen. Das kommt den Kindern zugute, die umfangreich betreut und unterstützt werden. Dazu gehören u.a. die Freistellung der Koordinatoren-fachkräfte, Ausweitung der Randzeitenbetreuung, ein Vertretungspool, Ausbau von Förderinseln, Erhöhung von Stellen für die Schulsozialarbeit. Die Standards werden wir fortführen.

 

An der Hauptschule Coerde ist es möglich, einen Realabschluss zu machen, was einen Einstieg in die Ausbildung erleichtert. Zudem haben wir mehrere Maßnahmen aus der Reihe „Übergang Schule und Beruf“ auf den Weg gebracht und wollen diese fortsetzen, damit möglichst viele Schülerinnen und Schüler eine Ausbildung machen und nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Hier sind wir genau bei dem Punkt „Armutsbekämpfung“. Beratung zur Ausbildung in der Schule selber werden wir intensivieren, damit möglichst jeder Jugendlicher einen Schulabschluss und einen Ausbildungsplatz bekommt.

 

3. Frage :  Wie kann für Kinder aus Coerde Chancengerechtigkeit in der Bildung hergestellt werden? Sollte die Schulstruktur verändert/verbessert werde? Welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen schlagen Sie konkret vor?

 

Antworten der Grünen:

1. Es muss über neue inklusive Schulkonzepte und Schulformen in Coerde im Rahmen der Weiterführung des begonnenen, aber leider unterbrochenen, Schulentwicklungsprozesses unter Beteiligung der Lehrkräfte und Elternvertreter und auch SchülerInnen (Schülervertreter), um auf eine Bildungsgerechtigkeit im Sinne einer Chancengleichheit, auch was die Bildungsabschlüsse angeht, hinzuwirken.

Hierzu zählt:

A) der Ausbau der Schulsozialarbeit auch durch städtische Mittel und die prioritäre Einsatz derselben an Schulen mit hoher Förderquote und damit hohem Inklusionsanteil,

 

B) die o.g. gute Vernetzung mit den Angeboten des Stadtteilhauses und Ausbau der Präsenzzeiten o.g. beratender Institutionen

 

C) die Reduzierung der Klassengrößen auf maximal 22 Kinder für alle Schulen in Coerde, da es Schulen mit besonderen Herausforderungen und einer hohen Förderquote sind (letzteres fordert auch ein landesweiter Verband von Eltern in Brennpunktschulen ), Bsp. ist hier die Melanchthonschule, wo der Rat aufgrund der hohen Migrationsquote eine Maximalklassengröße von 22 Kindern bereits festgeschrieben hat, hierzu wäre eine Änderung des Schulgesetzes NRW dringend notwendig. Laut Aussage vieler Lehrkräfte an der Norbertschule war das Lernen mit der geringen SchülerInnenanzahl in den Klassen vor den Ferien coronabedingt sehr angenehm (abgesehen von den ganzen Hygienevorschriften) , da gerade auch die Förderkinder eine viel intensivere Ansprache bekamen und dadurch auch besser lernen konnten

 

D) mittel- langfristig Implementierung von innovativen Schulformen beispielsweise Gesamtschule für den Bezirk Nord mit Dependance Coerde, oder auch “Schule für alle” von Jg. 1-13 oder städtische Montessorischule als Modellprojekt über das Land NRW (aber nur unter Befragung und Mitwirkung der Schulen )

 

2. Ausbau der interkulturellen und interreligiösen Arbeit in Form von Projekten im Unterricht zu Ernährung, Bräuchen, religiösen Festen im Islam, Christentum, Buddhismus, Judentum, Hinduismus) an den Schulen in Kooperation mit dem Kulturmittler des Stadtteilhauses

 

3. Ausbau des OGTs und der Förderinseln und Förderung einer personellen Aufstockung und Beständigkeit durch Schaffung von festen Stellen (bereits durch Anträge der grünen Ratsfraktion passiert), mittelfristig Einstieg in den gebundenen Ganztag zur Förderung der sozialen und schulischen Kompetenzen

 

4. Schaffung eines Pflichtfaches “Medienpädagogik” an allen Schulen zur Erweiterung der digitalen Kompetenz und des verantwortungsvollen Umgangs mit den neuen Medien

 

6. Kostenlose Ausstattung mit Tablets für alle SchülerInnen aus sozial schwachen Familien (Familien im Bezug von Sozialleistungen, Kinderzuschlag, Wohngeld) über Landes- und Bundesmittel u.a. Fördertöpfe

 

7. Erweiterung des Bildungs- und Kulturangebotes der Stadtbücherei (wird ja im Rahmen des Umbaus auch größer) durch mehr Raumangebote für ungestörtes Lernen in kleinen Gruppen für Kinder aus bildungsfernen Familien unter Einbeziehung digitaler Medien zur Stärkung der digitalen Kompetenzen

 

 

Frage3: Wie kann für Kinder aus Coerde Chancengerechtigkeit in der Bildung hergestellt werden? Sollte die Schulstruktur verändert/verbessert werde? Welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen schlagen Sie konkret vor?

 

Antwort Die Linke:

Das dreigliedrige Schulsystem schafft unserer Meinung nach nur Ungerechtigkeiten, indem es schicksalhaft den weiteren Lebensweg vorzeichnet. Am Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule spielt, wie Studien gezeigt haben, der familiäre Hintergrund der Schüler*innen oftmals eine wichtige, manchmal entscheidende Rolle für die von den Lehrer*innen abgegebenen Empfehlungen der zukünftigen Schulform – obwohl diese Entscheidung vorgeblich nur auf dem Potential und der Leistung der Schüler*innen beruhen soll. Zudem zeigt sich in den jeweils höheren Schulformen eine bessere Intelligenzentwicklung bei den Schüler*innen. Die Gliederung in unterschiedliche Schulformen dient also offenbar nicht dem Zweck, Kinder ihrem jeweiligen Niveau entsprechend zu fördern und zu bilden, sondern führt zur unbegründeten Begünstigung von Kindern aus wohlhabenderen Familien und letztlich zur Zementierung von Chancenungleichheit. Deshalb fordern wie eine Schule für Alle, um allen Kindern die bestmögliche Förderung zu bieten. Dazu gehört für uns selbstverständlich eine höhere Zahl an Lehrerstellen, um Unterrichtsausfall und übergroße Klassen zu vermeiden.

Konkret fordern wir außerdem:

·      Renovierung der renovierungsbedürftigen Schulen; Neugestaltung der Schulgebäude, orientiert an den Erkenntnissen moderner Pädagogik (Lernräume für Gruppen- und Projektarbeit, Differenzierungsräume, moderne Sporthallen, Begegnungs- und Beratungsräu­me, Räume für Inklusion, ausreichend Außenbereiche) und den Anforderungen der Barrierefreiheit (insbeson­dere Einbau von Aufzügen, Leitsysteme für blinde und sehbehinderte Menschen, Höranlagen), um zukünftig eine vollkommene Schul-Wahlfreiheit für Schüler*in­nen mit Behinderung zu ermöglichen.

·      Die digitale Infrastruktur muss auf den modernsten Stand ausgebaut werden

·      Ein Materialfonds an jeder Schule für Schüler*innen aus ärmeren Familien

·      Alle Schulen brauchen ein ausreichendes Ganztag­sangebot; hierbei favorisieren wir den gebundenen Ganztag

·      Neue Schulen dürfen nur als Grund- oder Gesamt­schulen konzipiert werden

·      Jede Schule braucht ein multiprofessionelles Team aus Schulsozialarbeiter*innen, Sonderpädagog*innen und Schulpsycholog*innen

·      Die Mehrsprachigkeit von Kindern muss positiv in den Unterricht einbezogen und gewürdigt werden

·      Jede Schule braucht eine gute Versorgung mit kos­tenfreiem und gesundem Schulmittagessen. Kosten­freie Schulessen sind Teil des Kampfes gegen Kin­derarmut; gesund zu essen gehört zur Bildung und Förderung von Kindern.

 

Frage 4: Was fordern Sie konkret an neuen Maßnahmen, um die Gesundheit der Kinder in Coerde nachhaltig zu verbessern?

 

Antwort der SPD

Wir erwarten mit dem Neubau des Gesundheitszentrums für Kinder und Jugendliche als Bestandteil des neuen Stadtteilzentrums am Hamannplatz eine deutliche Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil. Es muss sichergestellt werden, dass alle Kitas und Schulen mit diesem Gesundheitszentrum und seine Beratungsstellen untereinander Hand in Hand zusammenarbeiten.

 

Frage 4: Was fordern Sie konkret an neuen Maßnahmen, um die Gesundheit der Kinder in Coerde nachhaltig zu verbessern?

 

Antwort der CDU

Wie Sie im Bericht lesen (Vorlage V/0038/2020) sind viele Eltern dagegen, dass die Kinder in der Kita Zähne putzen. Dennoch ist es enorm wichtig, dass die Kinder die Zahnhygiene betreiben. Entscheidend ist dabei die Aufklärung der Eltern, und die spielerische Erziehung der Kinder zur Mundhygiene. Hier spielt das von uns beantragte Kinder- und Jugendgesundheitszentrum eine sehr wichtige Rolle. Weil Gesundheit auch Teilhabe heißt, soll im Kinder- und Jugendgesundheitszentrum eine umfangreiche und vernetzte Beratung zu allen Gesundheitsthemen stattfinden. Diese niedrigschwelligen Angebote verschiedener Träger an einem Ort unterstützen wir und wollen sie schnell umgesetzt haben. Zur Förderung der Kindergesundheit werden wir das gesunde Essen in Kitas und Schulen fördern.

Sport bedeutet neben Integration und Gemeinschaft auch Gesundheit. Daher werden wir uns für attraktive Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche einsetzen. Der SV Teutonia leistet eine wertvolle Arbeit und soll möglichst schnell einen Kunstrasenplatz bekommen. Wir brauchen auch eine neue Zweifachsporthalle für Coerde. Die Kleinsten sollen einen Wasserspielplatz haben. Für einen Pumptrack bzw. Skateranlage haben wir bereits einen konkreten Finanzierungsvorschlag aus dem entsprechenden Landesprogramm unterbreitet. Auch wollen wir eine aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Konzipierung dieses Bewegungsparks. Dies spricht nicht nur die Kreativität der Zielgruppe an, es geht auch um eine aktive Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungsprozesse, das Erfahren von den Abläufen einer demokratischen Beteiligung und schließlich um Jugendarbeit im Stadtteil vor Ort selbst. Das ist gelebte Teilhabe!

 

Frage 4: Was fordern Sie konkret an neuen Maßnahmen, um die Gesundheit der Kinder in Coerde nachhaltig zu verbessern?

 

Antwort der Grünen

1. Implementierung des Gesundheitszentrums v.a. für Kinder und Jugendliche, um niedrigschwelligen und barrierefreien Zugang zu allen wichtigen Gesundheitsangeboten zu bekommen, v.a. durch Schaffung kurzer Wege und Vernetzung der Therapeuten untereinander (bei Schweigepflichtentbindung) und feste regelmäßige Beratungsangebote und Sprechstunden in Kitas und Schulen (s.o.)

 

2. Gesundes Essen an allen Schulen (kostenfrei für sozial bedürftige Kinder) durch Auswahl der Caterer ausschließlich nach Qualität und Nachhaltigkeit (am ehesten Bioessen und regional!!) und der Art der Zubereitung (vitaminschonend ) und aufsuchende Angebote von Zahnärzten und Gesundheitsamt zur Zahngesundheit in den Schulen

 

3. Angebote zur Ernährungsberatung bis hin zu Kochkursen an den Schulen, gerne auch im Unterricht integriert (!)

 

4. Ausbau des Präventionsprogramms “Sure Start” des Anna-Krückmann-Hauses für Mütter, Babys und Kleinkinder von 0-3 Jahren. Über die Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung soll eine gute emotionale und körperliche Grundversorgung als Voraussetzung einer gesunden Entwicklung der Kinder erreicht werden

 

5. Ausbaus des Angebotes freier Träger für Bewegungsförderung an den Kitas und Schulen (z.B. Verein für Mototherapie in Coerde), finanziert über Fördertöpfe oder auch BUT des Jobcenters (hier ist auch dringend eine Aufstockung der nur geringen BUT-Mittel mit städtischen Mitteln angezeigt (!)

6. Errichtung von bewegungsfreundlichen Spielgeräten auf dem Hamannplatz und anderen Spielplätzen (Klettergerüst bzw., Kletterwand am Aldi, Wippen, Kletterhäuser etc.)

 

Frage 4: Was fordern Sie konkret an neuen Maßnahmen, um die Gesundheit der Kinder in Coerde nachhaltig zu verbessern?

 

Antwort: Die Linken

Gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung sind sehr wichtige Bausteine zur Erhaltung der Gesundheit. Deshalb wollen wir für alle Einrichtungen, in denen Kinder betreut werden ein gesundes und kostenfreies Mittagessen.

Außerdem wollen wir

   • Kostenlose Kursangebote zu Erster Hilfe, gesunder Lebensführung und Ernährung, die sich insbesondere an junge Menschen richten und an Schulen beworben werden.

   • Kostenlose Programme für Bewegung und gesunde Ernährung, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Eltern.

   • Mehr wohnortnahe, gut ausgebaute Spielplätze, Grünflächen und mehr Freiflächen für Jugendliche als offene Treffpunkte in allen Stadtteilen.

   • Eine bessere Förderung des Breitensports durch den Erhalt und Ausbau wohnortnaher Sportstätten, ins­besondere solcher des Breitensports; gefördert wer­den sollen auch vereinsungebundene Sportstätten.

   • Förderrichtlinien für die Sportvereine, die gemein­sam mit den Vereinen bzw. dem Stadtsportbund er­arbeitet werden; betreffend der aktuellen Förder­richtlinie lehnen wir die Regelung ab, dass nur solche Vereine Förderungen erhalten, die eine bestimmte Höhe an Mitgliedsbeiträgen erheben, da dies den Aus­schluss finanziell schwacher Menschen aus Sportver­einen fördert.

   • Sport- und Schwimmunterricht an Schulen fällt nach wie vor viel zu oft aus; Sporthallen und Schwimmbäder müssen auch hier in ausreichendem Maße zur Verfü­gung stehen.